Gespräch Das Wichtigste ist das GESPRÄCH, wobei es darauf ankommt, dass der Ratsuchende auf Augenhöhe angenommen wird, sich ernst genommen und nicht beurteilt oder in eine „Schublade“ gesteckt fühlt. Das Gespräch dient dazu, den Teufelskreis der Denkgewohnheiten durchbrechen zu können und die eigenen Ressourcen und Möglichkeiten bewusst zu machen. Ich halte das Gespräch für die wirkungsvollste aller psychotherapeutischen Methoden. Kommunikation Bei der Kommunikation geht es nicht nur darum, dass einer dem anderen etwas mitteilt. In dem Wort steckt das lateinische 'communis' = gemeinsam. Es muss etwas Gemeinsames geben, sonst findet keine Verständigung statt. Am einfachsten lässt sich der Sachverhalt mit dem Begriff Kommunikation in der Physik verdeutlichen, am Beispiel der 'Kommunizierenden Röhren'. Daraus geht hervor, dass in Gefäßen, die an ihrer tiefsten Stelle miteinander in Verbindung stehen, eine Flüssigkeit immer die gleiche Pegelhöhe hat – unabhängig von Größe oder Form der Gefäße (siehe Abbildung). Die Gefäße 'kommunizieren', der Inhalt fließt vom höheren zum niedrigeren Pegel. Das ist ein natürliches Prinzip. Ähnlich verhält es sich mit dem Pegel von Klarheit, Ausgeglichenheit oder Bewusstheit im psychischen Bereich. Durch die Kommunikation entsteht ein Fluss vom höheren zum niedrigeren Pegel, wobei die jeweiligen Inhalte eine untergeordnete Rolle spielen. Die Gestalt, Neigung und Größe der Gefäße hat keinen Einfluss auf diesen Vorgang. Es muss lediglich eine funktionierende Kommunikation geben. Die Ebene, auf der alle Menschen in der Tiefe verbunden sind, ist der Bereich der Gefühle, welche über Jahrtausende und Erdteile konstant geblieben sind. Angst ist immer noch Angst, Freude ist immer noch Freude usw., unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Bildung. In der Welt des Denkens können wir verloren gehen, aber im Fühlen ist Kommunikation möglich. Gefühle leiten uns durch das Labyrinth der Gedanken. So können Hemmnisse im Zusammenleben oder in der eigenen Konditionierung überwunden werden. Es muss lediglich ein tragfähiger Kontakt, auch non-verbal, hergestellt werden, was durch ein positives Gefühl bei den Beteiligten (der psychologische 'Rapport') bestätigt wird. Wichtigste Aufgabe des Therapeuten ist es, diese Möglichkeit anzubieten und dafür zu sorgen, dass es ihm hinsichtlich Klarheit, Ausgeglichenheit und Bewusstheit besser als seinem ratsuchenden Gast geht. Im umgekehrten Falle müsste – und würde – dieser ihn behandeln, da dieser Vorgang sich automatisch abspielt. Dieses Therapieprinzip ist einfach, erfordert jedoch viel Erfahrung und Sicherheit. Deswegen gibt es bei mir immer erst eine 'Schnupperstunde', um danach die Erfolgsaussichten meiner Arbeitsweise einzuschätzen. Diese sind erfahrungsgemäß gut, wenn die Verständigung gelingt. Entspannung Die besten Ideen kommen dann, wenn wir entspannt sind - und unter Stress sind wir zu großen Torheiten fähig, die Entspannung ist also nicht nur für die körperliche Erholung wichtig, sondern notwendig für unsere unverzichtbare Geistesgegenwart. Am besten arbeitet unser Verstand, wenn wir emotional ausgeglichen sind und aus unserer Mitte heraus handeln, unserer Intuition folgen können. Deswegen spielt für viele Psychotherapeuten die Entspannung eine wichtige Rolle, und es wurden unterschiedliche Methoden entwickelt, Menschen zu helfen, sich zu entspannen – das lässt sich nämlich meistens verbessern. In meiner Praxis haben sich bestimmte Atemtechniken gut bewährt, manchmal unterstützt durch ein „Respiratorisches Biofeedback“, d.h. ein elektronisches Gerät tastet berührungsfrei den Atemvorgang ab und meldet dem Behandelten durch ein an- und abschwellendes Ton- und Lichtsignal diesen normalerweise unbewussten Vorgang zurück. Dies führt, vor allem bei wiederholter Übung, zu einer Art Wiederherstellung eines natürlichen Atemrhythmus, der nicht durch emotionale Überlagerung (etwa Angst oder Zwang) gestört wird. Das hat eine tiefe und nachhaltige ganzheitliche Entspannung zur Folge. Entspannungstechniken verbessern nicht nur die mentale Leistung und dienen der allgemeinen vegetativen Balance, sondern stellen in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Methoden die Grundlage zur Einübung neuer Verhaltensweisen dar.
Das Respiratorische Biofeedback lässt sich gut kombinieren mit der „BioSwing“-Liege, die durch eine besondere hochbewegliche schwingende Aufhängung der Liegefläche ohne äußeren Antrieb den auf ihr ruhenden Körper in leichtes Schwingen versetzt, genau im eigenen Herz- und Atemrhythmus. Mit dieser Technologie können sich die eigendynamischen Schwingungen des Körpers harmonisch entfalten und vegetativen Verspannungen entgegenwirken.
Bild: Wikipedia Hydrostatisches Paradoxon Kommunizierende Roehren (gemenfrei)
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